Steuerverschwendung hoch drei

Zu den kreativsten Arten und Weisen des Staates Geld zu verschwenden, dass wir Steuerzahler mit harter Arbeit Tag für Tag angehäuft haben gehört sicherlich die „Friedhofs-Applikation“. Was verbirgt sich hinter diesem spaßigen und durchaus seriös gemeinten Namen? Das ganze ist nämlich keine witzige App, sie ist so eine Art Ausflugsplaner wenn man die Grabstätten von Berühmtheiten aus der Zeitgeschichte besuchen möchte. Man könnte jetzt fragen, wer außer Rentnern die Zeit dafür hat, durch Deutschland zu fahren um sich Friedhöfe anzuschauen. Man könnte auch darüber streiten, ob ebendiese Rentner denn überhaupt interessiert daran sind eine neu modische Applikation auf einem Smartphone dafür zu benutzen. Man könnte sich auch einfach darüber aufregen, dass das Ganze mehr als eine halbe Million Steuergeldern verprasst hat.

548.000 € hat die Programmierung dieser Software gekostet, mehr als 1000 Gräbern sollte sie damit mehr Touristen verschaffen. Ich verstehe ein klein wenig von Applikationen und frage mich deshalb, wie man es geschafft hat so viel Geld in die Entwicklung zu stecken. Ganz sicher bin ich mir, dass der Entwickler ein wenig Übergebühr für die ganze Geschichte verlangt hat also einen heftigen Aufschlag kassiert hat. Und dass der Staat ohne Murren dazu bereit war das Ganze zu bezahlen, das ist nun mal Nix neues. Dabei man sich nur einmal den Flughafen in Berlin anzuschauen – lassen wir das, das ist ein zu heißes Thema!

Sie wollen noch einen hören? Einen guten Witz? Wie wäre es damit: die Bundesregierung übernimmt gerne 50 € pro ausländischem Spion, der das deutsche Oktoberfest besuchen möchte. Ab und zu bezahlt man außerdem auch noch die Unterbringung in einem Hotel oder einer Herberge. Ja, sie haben richtig gehört. Wenn Sie sich als ausländischer Spion im Inland gerne an den Bundesnachrichtendienst wenden wollen, so bezahlte ihnen vor ungefähr 100,01 € auf Gelage auf einem der typischen traditionellen deutschen Feste. O. k., man könnte jetzt darüber diskutieren ob sich tatsächlich viele ausländische Spione dafür bei der Bundesregierung melden, aber ich glaube ich würde gerne einmal auf Staatskosten in dem Land in dem ich versuche geheime Informationen an mich zu reißen Bier trinken und Brezeln essen ist die Schwarte kracht.

Ich könnte jetzt immer so weiter machen, es gibt ja mittlerweile ganze Bücher die darüber geführt werden, womit der Staat so das ganze Geld ausgibt bzw. verschwendet, dass er den Steuerzahlern abknallt. Ich kann mich auch erinnern ein passendes Zitat zum Thema gelesen zu haben: jegliche Besteuerung ist eine Art Verbrechen und Diebstahl am Volk und wer von fairen Steuern spricht, der redet so ungefähr von fairem Diebstahl. Ich wünschte ich könnte meinen Anwalt Peine dafür einspannen, vor Gericht gegen diese Unverschämtheit vorzugehen!